Aufbau der Koloniegemeinschaft

In den ersten Jahren wurde die Kolonie „neue Ansiedlung bei Fernheim“ genannt. Ihren eigenen Namen  erhielt sie erst, als alle Einwanderungsgruppen eingetroffen waren.
            Am 4. Dezember 1948 wurde auf einer Kolonieversammlung beschlossen, den 1. Februar als Gedenk- und Danktag festzulegen.
In den ersten beiden Jahren wurde die Kolonie von einem Ansiedlungskomitee geleitet. Es wurde am 22. Januar 1949 durch die gewählte Kolonieverwaltung abgelöst. Der VR bestand damals aus 5, später aus 7 Mitgliedern. Den Vorsitz führt der Oberschulze. Peter Derksen wurde später immer wieder zum Oberschulzen der Kolonie Neuland gewählt. Der Aufsichtsrat (Revisionskommission) hat 3 Mitglieder.

Das MCC zahlte den Siedlern zunächst 20 Gs. (etwa 6 US$) pro Monat als Verpflegungsgeld. Von dieser Summe sollten jedoch jeweils 3 Gs (15%) für eine Gemeinschaftskasse abgezogen werden. Damit sollten die Organisationskosten und eine „Erste-Hilfe-Station“ finanziert werden.

 

 

Die rechtlichen Grundlagen der Siedlung wurden am 27. September 1950 in einem Statut festgelegt.
Fernheim richtete in Neu-Halbstadt eine Filiale ein. Am 15. März 1949 beschließen die beiden Kolonien auf einer gemeinsamen Verwaltungssitzung die Trennung ihrer geschäftlichen Beziehungen. Die Trennungsvereinbarungen sind sehr genau in einem Protokoll  vom 15. März 1949, der Vertreter der Kolonien Neuland und Fernheim,  nachzulesen.
Am 1. Juni 1949 wurde die Handelsfiliale der Kooperative Fernheim zur Kooperative Neuland umgewandelt.

Die Kooperative Neuland hatte anfangs 2 Filialen: Schönhorst und Steinfeld. Nach Auflösung des Dorfes Steinfeld, wurde die Filiale nach Tiege verlegt.
Seit dem 1. 1. 1954 ist jeder Koloniesbürger auch automatisch Aktionär der Kooperative.
Ab dem 1. 1. 1958 fallen alle Scharwerke und Zechen weg.

 

 

Das MCC drängte schon früh darauf, dass die Mennonitenkolonien in Paraguay eng zusammenarbeiten sollten, Dadurch wären die Möglichkeiten zur Entfaltung größer, und die Schwierigkeiten kleiner. Am 26. März 1949 wurde die Handelsgesellschaft: „Comercial La Concordia S.A.“ gegründet. Mitglieder waren die 5 Mennonitenkolonien Fernheim, Friesland, Menno, Neuland und Volendam, sowie Asunción. Die Zusammenarbeit sollte den Wegebau, Schule, Krankenhaus und Handel (Export/Import) einschließen.
Das MCC erwog damals schon den Gedanken, im Chaco eine Stoffweberei und in Ost-Paraguay eine Zucker- bzw. Stärkefabrik aufzubauen.

 

 

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Letzte Aktualisierung: 09-03-2010

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